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Trendfood Jackfruit – Der neue Star im veganen Himmel

Die Jackfruit soll wie Fleisch schmecken und noch dazu besonders nährstoffreich sein. Kein Wunder, dass sie deshalb als der perfekte Fleischersatz bzw. als ‚Gemüsefleisch‘ angepriesen wird. Es handelt sich dabei um die ursprünglich aus Südindien stammende Frucht des Jackfruchtbaums, der zur Kategorie der Maulbeergewächse gehört und in Süd- und Südostasien beheimatet ist. Darüber hinaus ist diese Tropenfrucht, die bis zu 15 Kilogramm schwer und bis zu einem Meter lang werden kann, auch als Jakobsfrucht, Jackfrucht oder Jackbaumfrucht bekannt. Die Bäume werden wiederum bis zu 20 Meter hoch. Die Früchte wachsen direkt am Stamm des Baumes und besitzen je nach Reifegrad eine grüne bis gelbe Farbe. Im Rahmen des Reifeprozesses entwickeln sich gelblich-braune Nuancen. Sie besitzen eine harte Schale mit kleinen Noppen. Eine aufgeschnittene Jackfruit weist eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Ananas auf. Folgender Beitrag nennt die wichtigsten Details zum neuen Foodtrend und zeigt, wie man aus der Frucht kulinarisch das Beste herausholen kann.

Das Nährstoff-Spektrum der Jackfrucht

Schaut man sich die Mikro- und Makronährstoffe genauer an, punktet die Szenefrucht mit einer Extraportion ab Ballaststoffen, Calcium, Kalium und Magnesium. Auch der Gehalt an B-Vitaminen und Eisen kann sich sehen lassen. Noch dazu liefert sie Kohlenhydrate und wertvolles Protein, wobei letzteres insbesondere in ihrer Beliebtheit als Fleischersatz für sie spricht. Der vergleichsweise hohe Stärkegehalt macht sie zu einem Grundnahrungsmittel in den Ursprungsländern. Auch geschmacklich kann sich die Jackbaumfrucht sehen lassen: die reifen Früchte schmecken roh intensiv süßlich, so dass sie ideal als nährstoffreiche Zutat für Desserts geeignet sind. Die Aromen erinnern an einen Mix aus Ananas, Banane und Mango. Die essbaren Kerne liefern B-Vitamine, Magnesium und Eisen. Unreif geerntet kann sie gekocht oder geröstet werden und entwickelt dabei ihr Potential als pflanzliche Alternative zu Fleisch. Nicht zuletzt dieser Aspekt hat den Hype der Jakobsfrucht auf Instagram und Pinterest ausgelöst.

Jackfruit

Jackfruit ©iStockphoto/apichat_naweewong

Die neue vegane Fleischalternative

Aufgrund ihrer charakteristischen Konsistenz kann sie – im Gegensatz zu Tofu oder Saitan – die Fasern von Fleisch imitieren. Dadurch entsteht ein ähnliches Mundgefühl wie von Fleisch und macht – eine pikante Würzung vorausgesetzt – die Jackfrucht zu einer aromatischen Alternative für Veganer, Vegetarier und Fleischliebhaber, die ihren Konsum von tierischen Produkten reduzieren möchten. In der vegane Küche kann dieses Trendfood facettenreich inszeniert werden. Als Einlage für Currygerichte, als Füllung für Wraps oder sogar als pflanzliche Spareribs macht die Jackbaumfrucht eine gute Figur. Auch als vegane Bulette, als nährstoffreiche Zutat für Bowls oder als pflanzliches Gyros bzw. als Geschnetzeltes kann sie interpretiert werden. Oder wie wäre es mal mit einem veganen Frikassee? Wie immer, wenn es um die Zubereitung von Fleischalternativen geht, kommt es darauf an, die typischen Gewürze und Zutaten des Originals zu übernehmen. Dadurch erhält man ein authentisches Resultat.

Wo gibt es die Jakobsfrucht zu kaufen?

Da sie noch relativ unbekannt ist, kann es eine kleine Herausforderung sein, die Jackfruit zu bekommen. Während sie im Supermarkt sehr selten zu finden, kann man vereinzelt im Bioladen Erfolg haben. Auch Obst- und Gemüsehändler in größeren Städten, die exotische Früchte im Angebot haben, bieten sie teilweise an. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt den Online-Handel. Diesbezüglich wird sie beispielsweise in der Dose in einer Salzlake angeboten. Darüber hinaus kann man auch Jackbaumfrucht-Chips à la Superfood-Snack bestellen. Teilweise ist eingelegte und getrocknete Ware auch in Asia-Geschäften erhältlich. Während eine unreife Jackbaumfrucht bis zu 10 Tage bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden kann, gehören reife und angeschnittene Früchte in den Kühlschrank.

Zubereitungsarten wie Pulled Pork & Co. – So gelingt der vegane Genuss

Zunächst wird die Jakobsfrucht längs halbiert und dann die Kerne sowie das Fruchtfleisch herausgelöst. In Abhängigkeit des Reifegrades kann die Frucht gewürfelt oder geraspelt und in Streifen geschnitten oder püriert werden. Neben des puren Genusses gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Jackbaumfrucht kulinarisch in Szene zu setzen. Da der Saft der reifen Früchte sehr klebrig ist und an die Konsistenz von Harz erinnert, sollte sowohl das Messer und das Schneidebrett zunächst mit etwas Öl eingerieben werden. Um die Hände zu schützen, können zusätzlich Küchenhandschuhe getragen werden. Reife Jackfruits lassen sich zu Eis, Sorbet, Kompott, Smoothies oder zu Obstsalat zubereiten. Je nach Wunsch kann das Fruchtfleisch gekocht, gedünstet, gebraten oder sogar gegrillt werden. Die Früchte besitzen bis zu 500 weißliche Kerne, die ebenfalls – am besten nach dem Garen – verzehrbar sind. Dadurch wird die Konsistenz weicher. Das Aroma ist mit dem von Esskastanien vergleichbar. In Thailand werden die Jackfrucht-Kerne geröstet, pikant gewürzt und als Art ‚Knabbergebäck‘ wie Erdnüsse verzehrt. Darüber hinaus werden die Kerne zu Mehl verarbeitet und beispielsweise für indisches Fladenbrot genutzt.

Da die Konsistenz des unreifen Fruchtfleisches an Hähnchen oder an Schweinefleisch erinnert, lässt sich die Jackbaumfrucht nicht zuletzt ideal für das It-Gericht ‚Pulled Pork‘ nutzen. Dazu einfach eine feurige BBQ-Soße servieren und fertig ist eine hippe, fleischlose Variante des tierischen Originals. Dafür wird der Inhalt einer Dose abgegossen und die Fruchtstücke gründlich abgespült. Für die Marinade einen Mix aus Öl, Paprikapulver, Chiliflocken, Knoblauch, Salz und braunem Zucker herstellen und die Früchte darin marinieren lassen. Anschließend anbraten, mit BBQ-Soße und Gemüsebrühe auffüllen und köcheln lassen. Danach werden die Fruchtstücke à la ‚Pulled Pork‘ mithilfe einer Gabel zerrissen, damit das typisch faserige Ergebnis entsteht. Danach wird die zerkleinerte Frucht scharf angebraten und schmeckt auf einem Sandwich, auf Burgern, knusprig gebackenem Brot oder auf Pizza. Oder das vegane ‚Pulled Pork‘ als Topping für Salate und Co. inszenieren. Man kann das Fruchtfleisch unreifer Früchte auch würfeln oder in Streifen schneiden und wie Hähnchenbrust zum Beispiel für Currys oder Wockgerichte einsetzen.